LEDER



 

Leder

 

Für alle Lederarten gilt, dass nur durch regelmäßige, sorgfältige Pflege die natürlichen Eigenschaften des Materials erhalten bleiben. Ledermöbel dürfen nicht zu nah an Heizkörpern stehen und möglichst keiner direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt sein, um Austrocknen und Ausbleichen zu vermeiden. Lösungsmittel- und FCKW-haltige Reinigungsmittel sowie Dampfreiniger sind Gift für Leder und sollten keinesfalls angewendet werden! Schuhcremes und Bohnerwachse sind zur Reinigung von Ledermöbeln ebenfalls ungeeignet. Reinigungsmittel werden niemals direkt auf das Leder sondern immer auf ein Tuch gegeben. Um die Bildung von Flecken zu vermeiden, werden Flecken immer zur Mitte hin entfernt.
Optisch zusammengehörende Flächen sollten immer gleichzeitig gereinigt werden. Feuchtes Leder muss immer erst vollständig trocken (im Zweifelsfall ca. 24 Stunden), bevor das Möbel wieder benutzt werden darf.


 

Glattleder

 

Zur Pflege von Glattleder eignen sich weiche Baumwoll-, Frottee- oder Lederlappen. Verwenden Sie keinesfalls Mikrofaser oder Kunstfaser-Tücher. Einmal wöchentlich sollten Ledermöbel mit einem trockenen oder leicht feuchten Tuch abgestaubt werden. Einmal jährlich empfiehlt sich eine Nährbehandlung mit einem Lederpflegemittel (wie Lederfett oder Ledermilch) aus dem Fachhandel so wie eine anschliessende Imprägnierung. Die Reinigungsmittel sollten kein Bienen- wachs enthalten, da dies die Poren verstopfen und ranzig werden kann.
Vor der feuchten Reinigung wird die Farbechtheit an einer verdeckten Stelle geprüft. Färbt das Leder auf das mit Spülwasser befeuchtete Tuch ab, handelt es sich um unbehandeltes Material, das sehr vorsichtig gereinigt werden muss. Verschüttete Limonaden, Säfte oder Alkohol müssen schnellstmöglich mit einem saugfähigen Tuch aufgetupft werden, die verschmutzte Stelle anschließend mit einem sauberen, feuchten Tuch nachgereinigt werden. Wenn die Flüssigkeit bereits ins Leder eingezogen ist, muss sie mit viel Wasser (nicht direkt auf das Leder schütten sondern mit einem Tuch aufbringen) verdünnt werden. Danach soll der Fleck sanft auseinandergerieben werden. Nach dem Trocknen wird die gereinigte Stelle imprägniert. In beiden Fällen nicht stark reiben, um die Bildung von Glanzstellen zu vermeiden.
Fettflecken werden am besten mit einem Ledergummi abradiert. Dieser ist in Schuh- oder Lederwarengeschäften erhältlich. Größere Fettflecken sollten rasch mit einem Tuch abgetupft, mit saugfähigem Papier nachgerieben und nach fünf Tagen abradiert werden. Große Fettflecken (wie etwa im Kopfbereich) können mit einer Essigessenz (25%-Lösung) oder speziellem Lederreinigungsbenzin behandelt werden. Dabei die Flüssigkeit niemals direkt auf das Leder kippen, sondern stets mit einem feuchten Tuch arbeiten.
Festgeklebter Kaugummi wird am besten zuerst mit Eiswürfeln (in Folie eingewickelt) gekühlt und dann sehr vorsichtig entfernt.


 

Spezialtipp

Kugelschreiberflecken sofort mit einem Ledergummi weg radieren, kleine Restspuren verschwinden mit der Zeit bei hochwertigem Leder von selbst.